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Wie wurde der Engel böse? Die Entstehung von Angel

Es gab einmal ein Band namens Profile, die bestand aus Arnee Tee, Nico Brettschneider, Phillip Hertramph, Phillip Bieder und Dany Bieder.

Auf dem Weinfest 2006 in Meißen spielten die Jungs auf der Jugendbühne, und Jay Willsson kam vorbei. Nach dem Auftritt sprach Jay die Jungs an und wurde zu einer Probe eingeladen.

Unter der Leitung von Phillip Bieder nahmen die Jungs Kurs in Richtung Queen-Cover-Band, was nicht wirkllich Jay's Welt war. Da er gleichzeitig einige schwere Schicksalsschläge einstecken musste, stieg er zunächst aus.

Etwa ein halbes Jahr später sprach Phillip Hertramph Jay an, da nach dem mißglückten Queen-Experiment die Band ohne Keyboards und ohne Sänger da stand. Zudem stand der Auftritt im Franziskaneum im Raum, und den Namen Profile hatten die Jungs abgelegt.

Die Suche nach einer Taste brachte Michael Engel hervor, der zwar keine Bühnen-Erfahrung hatte, aber lernfähig war. Ganze drei Proben blieben, um mit ihm ein Bühnen-Programm einzuproben. Jay bestand darauf, "Verdamp lang her" von BAP zu spielen, wobei es speziell am Anfang auf die Keyboards ankommt. Die Band hatte Spaß an dem Stück, und auch alles andere ging ab wie Schmidt's Katze!

Unterdessen etablierte sich eine Institution, die heute als Rückgrat der Band bezeichnet werden kann: Lange Telefonate zwischen Arnee und Jay. In einem dieser Gespräche wurde die Namens-Frage diskutiert, und das Zustoßen von Michael Engel zu einer Truppe, die Arnee als "teuflich" ansah, konnte nur bedeuten, daß der sich ja wohl verirrt haben müsse. Ein gefallener Engel...

Eine kurze Telefon-Konferenz, die dringend nötig war, weil Dirk, der Organisator des Gigs im Franziskaneum, der als "FranzRock" in die Geschichte der Band einging, einen Namen brauchte, den er auf die Flyer drucken konnte, brachte letztlich den Namen "Angel Gone Bad" hervor.

Am 18. September 2007 war es soweit: "Angel Gone Bad" betraten anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Schule die Bühne im alt-ehrwürdigen Franziskaneum zu Meißen. Die Besetzung: Arnee Tee am Schlagzeug, Phillip Hertramph an der Bass-Gitarre, Michael Engel an den Keyboards, Phillip Bieder an der Lead-Gitarre und Jay Willsson an der zweiten Gitarre und als Frontman.

Arnee legte ein Schlagzeug-Solo hin, das seines Gleichen sucht, und seine bereits bestehende Fan-Gemeinde wurde zum Angel-Gone-Bad-Fan-Club. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Jay es sich irgendwann nicht mehr verkneifen konnte, einfach ins Publikum zu rennen und ahnungslose Zuhörerinnen zum Mitsingen zu nötigen.

Arnee, Michi, die Phillips und Jay gingen als Helden von der Bühne. Der eigentliche Haupt-Act, der nach ihnen spielte, sah sich seiner Show beraubt.

Zwei Wochen später erklärte Phillip Bieder seinen Austritt, was eine schmerzliche Lücke hinterließ, denn seine Skills als Gitarrist sind faktisch unersetzlich. Er wollte nach England gehen, und den trauernden Hinterbliebenen blieb nichts anderes, als ihm alles Glück der Erde zu wünschen.

Da die beiden Phillips, wie es in Jay's Muttersprache heißt, "ein Kopp und ein Arsch" sind, war zu erwarten, daß auch Phillip Hertramph aussteigen würde, was er auch tat. Die Band stand nun ohne Lead-Gitarre und ohne Bass da.

Jay, der völlig verliebt in seine schwarze Les Paul war, sah sich in der Situation, seine Skills auf der Gitarre aufzuarbeiten, wofür er, fragt man ihn heute, auch dankbar ist.

Arnee "verpflichtete" Jan "Major S." Schaldach als Gitarristen, der dann auch gleich Franz Kliemant am Bass mitbrachte. Gleichzeitig bestimmte Arnee, als letzter Hinterbliebener von Profile, Jay zum Band-Leader, was dieser aber so nicht wollte. Faktisch sind Arnee und Jay nun die "Geschäftsleitung" der "Firma Angel-Gone-Bad".

Es war ein stiller Wunsch von Arnee, und ein offen ausgesprochener von Jay, Lady S., die Perle von Weinböhla, ins Boot zu holen. Am 3.11.2007 war es dann soweit: Steffi Schilder probte mit der Band. Nach dieser Probe erklärte Steffi, daß sie sich als vollwertiges Bandmitglied sehe.

Erst jetzt waren wir komplett!

Aber die Proben gestalteten sich schwierig, aus tausenderlei Gründen.
Als Resultat verließen Jan, Michael und Franz die Band. Kurz vorher musste Jay aus familiären Gründen zurück in seine rheinische Heimat ziehen, wo er jetzt auch wohnt. Die Band stand vor dem Aus.

Im September 2008 überkam die Hinterbliebenen, Steffi, Arnee und Jay, ein regelrechter Kreativitäts-Flash, und in kürzester Zeit entstanden, trotz 600 km Distanz, Songs wie "Get Rid", "For What Ever", "Horizon" oder auch "Still Here".

Die drei hatten ihren Sound gefunden, und ein Song nach dem anderen wurde veröffentlicht.

Der alten Weisheit folgend, daß Totgesagte länger leben, starten Steffi, Arnee und Jay nun durch und 2009 könnte das Jahr der gefallenen Engel werden.

Hallo, ihr da draußen. Wir sind Angel Gone Bad!